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Erlebnis Geocachen

geocacheMein Freund und ich haben erst vor Kurzem damit angenfangen zu “geocachen”, aber bereits in dieser kurzen Zeit hat uns dieses Hobby sehr viel Freude gemacht. Erst gestern waren wir wieder unterwegs, um einen Cache zu heben. Den Standort dieses Caches hatten wir über eine Geocaching-App erfahren, und da dieser Cache nicht ganz so weit von unserem Zuhause weg war, wollten wir ihn unbedingt mitnehmen. Wir sind dann also zu zweit los, und unser Hund durfte dabei natürlich auch nicht fehlen! Der Cache verbarg sich in einem kleinen Waldstück, das relativ leicht zu finden war. Dieses Waldstück war schön ruhig gelegen, sodass wir nicht befürchten mussten, dass irgendjemand, der keine Ahnung hat, was Geocachen eigentlich ist, uns beim Suchen beobachtet und wohlmöglich die Polizei anruft, weil er denkt, wie wirden irgendetwas anstellen.

Der Cache sollte unter einem Baum versteckt sein. Diese Beschreibung mag zwar eigentlich schon sehr hilfreich sei, aber wenn man sich in einem Waldstück voller Bäume befindet, hilft einem das nicht unbedingt weiter. Mein Freund und ich suchten diverse umgefallene Bäume ab, fanden jedoch nichts. Dann, fast am Ende des Waldstücks, sah mein Freund von Weitem etwas Buntes unter einem Baumstamm herausgucken. Ich hetzte ihm mit meiner neuen LED Taschenlampe hinterher. Wir näherten uns der verdächtigen Stelle und tatsächlich: Unter dem Baum befand sich eine relativ bunte Plastiktüte, in der etwas eingewickelt zu sein schien.

Aufgeregt wie immer, wenn wir einen Cache gefunden haben, öffneten wir die Tüte und fanden einen Plastikbehälter vor. In diesem befanden sich einige kleine Spielzeuge, ein Stift und ein langes Stück Papier. Auf diesem hatten sich bereits sage und schreibe 572 andere Geocacher eingetragen und dieses Cache hatte bereits mehrere Tausend Kilometer Reise hinter sich, wie wir den anderen Fundorten entnehmen konnten. Wir legten unseren kleinen mitgebrachten Schatz in die Packung, trugen uns auf dem Zettel ein und versteckten den Cache wieder. Das jedoch so, dass er dieses Mal nicht ganz so einfach zu finden ist, sondern nur, wenn man ganz genau hinsieht.

Mr. Wichtig

Schon wieder ist Ihnen im Büro eine Arbeit aufgebrummt worden, vor der sich die Kollegin erfolgreich drückt. Also, ein Seufzer, und nichts wie ran oder? Wie ist der Tisch doch “lieber schnell” von frau selbst abgedeckt, anstatt die Kinder zurückzupfeifen und sich wieder auf Diskussionen über ihre Pflichten einzulassen. Wie mühsam und oft schmerzhaft ist es, Vereinbarungen und Grenzziehungen bei pubertierenden Kindern durchzuhalten. Schweigen und “Darüber- weg-schauen” ist scheinbar einfacher und schützt vordergründig vor “Liebesentzug”, hilfreich ist es aber für keinen der Beteiligen.

mr.wichtigVielleicht ist es zunächst ein ganz wichtiger Schritt für Sie, diesen Satz zu Ihrem eigenen inneren Satz zu machen: “Ich habe etwas Wichtiges mitzuteilen!” Wie kommt dieser Satz bei Ihnen an? Vielleicht erzeugt er in Ihnen erst einmal unangenehme Assoziationen an “Mr. Wichtig”, eben an den Typ Mensch, vorwiegend männlich, der immer und zu jedem Zeitpunkt seinen Senf abgibt. Vielleicht haben Sie es in Ihrem Leben auch schmerzlich erfahren, im Gespräch an die Wand gedrückt oder gar bloßgestellt worden zu sein? Ein weiterer wichtiger Lernschritt ist, endlich damit aufzuhören (auch dies geschieht nicht auf Knopfdruck, sondern kann ein längerer Prozess sein), darüber zu grübeln, was andere über einen denken (und zur Beruhigung: Dass andere das tun, geschieht viel weniger, als unsichere Menschen denken). Ständig mir zu Überlegen, was andere Über mich denken, denken könnten — das macht mich innerlich und äußerlich unfrei. Und es macht gewissermaßen “klein”, was Gott Gutes Über mich denkt und für mich im Sinn hat. Probleme zu erspüren, zu benennen und zu lösen, dazu hilft das richtige Konfliktmanagement. Denn hinter vielen Problemen verbergen sich Konflikte.

Grenzen Sie sich aber auch klar gegen übergriffiges Gesprächsverhalten des Gegenübers ab. Sagen Sie z.B.: “Das habe ich ganz anders erlebt” oder “Darüber werde ich jetzt nicht mit dir sprechen …” Steigen Sie früh genug aus einer eskalierenden Gesprächssituation aus, zum Beispiel mit dem Satz: “Wir unterbrechen jetzt besser unser Gespräch. Bitte lass uns morgen weiterreden …”

Und hier die wichtigsten Kommunikationsregeln für klare Kommunikation – in allen Lebensbereichen:

Ich verschaffe mir (zunächst für mich selbst) immer wieder Klarheit über das, was mich bewegt, was ich denke, was mir wichtig ist. Ich vermittele dies meinem Gegenüber in klaren lch- Sätzen. Ich vermeide Verallgemeinerungen (Immer, nie …) Ich versuche den anderen zu verstehen, indem ich aufmerksam zuhöre. Ich vergewissere mich, ob ich den anderen richtig verstanden habe

Kommunikation ist ein ständiger Lernprozess. Versuchen Sie so selbstkritisch wie möglich Ihre Kommunikation mit den genannten Regeln zu prüfen. Sie werden feststellen: Klares Reden, gutes Zuhören, eindeutiges Nachfragen entspannt die Gespräche und bringt Zufriedenheit! Ein guter Prüfstein für gelingende Kommunikation ist auch der aktive und passive Umgang mit konstruktiver Kritik.

Nörgeln und Losplatzen, wenn das Fass überläuft, sind zwar geläufige Umgangsformen, haben aber mit konstruktiver Kritik wenig zu tun. Konstruktive Kritik vergisst die genannten Kommunikationsregeln nicht, beginnend mit Regel Nummer l

Es geht um das Lernen von Offenheit, Echtheit. Auch um die Fähigkeit, positive Rückmeldungen zu geben.

Streiten und Gewalt

Das Thema Gewalt ist der heißeste Gesprächsstoff in Diskussionsrunden, auch schon vor den schrecklichen Ereignissen am 11. September 2001 in den USA. Im Zeitalter der globalen Information sind wir rund um die Uhr Zeugen von menschenverachtenden Gewalttaten; nicht nur bei Kriegen und Terror, sondern auch im eigenen Land fordert dieses Thema lässt täglich unsere Aufmerksamkeit, sei es die Gewalt aus Fremdenhass, die viel diskutierte Gewalt in den Schulen oder die häusliche Gewalt in Ehen und Familien. Unser gespanntes Interesse gilt zu allererst den Verletzungen des Körpers, dem Schlagen von Wunden bis zur lebensgefährlichen Brutalität – also Gewalt gegen Leib und Seele. Denn Gewalt gegen den Leib schadet auch der Seele.
betrunken_streitenBeim Streiten erleben wir noch eine andere Form der Gewalt. Vom Lächerlichmachen über Kränkungen, verbale Beleidigungen bis zum Psychoterror und der mentalen Vernichtung des Gegners. Als Beispiel seien hier die Ehe- und Scheidungskriege und das weit verbreitete Mobbing von Mitarbeitern genannt. Diese nichtkörperliche Gewalt wirkt oftmals auch schädigend auf den Körper. Bezeichnungen wie: „Es geht Schlag auf Schlag“ oder „Wie du mir so ich dir“ kennen wir alle. Beide Formen der Gewalt, ob körperlich oder psychisch, sind zerstörerisch. Augenblicklich sichtbar ist im Streit nur die körperliche Gewalt, weswegen wir diese Gewalt sofort anprangern. Einer der Gründe dafür ist, dass, wenn beim Streiten geschlagen wird, eine solche Beziehung in unserem Kulturkreis im Grunde beendet ist. Diese Regel widerspricht nicht der Tatsache, dass sich Frauen in Deutschland oft erst nach Jahren gegen die Gewalt ihrer Peiniger auflehnen und Hilde suchen. Intimbeziehungen mit körperlicher Gewalt basieren meistens auf gegenseitiger Abhängigkeit von Macht und Ohnmacht.

Es ist noch nicht allen Menschen in unserer Gesellschaft möglich, ohne körperliche Gewalt miteinander zu streiten. Die Menschenwürde, und hier besonders das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit, und die Menschenpflicht zur Unterlassung physischer Gewalt bei Konflikten ist noch immer nicht eindeutig und allgemein gültig definiert. Erst in jüngster Zeit hat der Gesetzgeber die Gewalt in der Ehe zur strafbaren Handlung erklärt. Eine wissenschaftliche Studie belegt es: Wenn in Deutschland Streifenwagen gerufen werden, dann deshalb, weil in drei von vier Fällen hinter Wohnungstüren und in deren Umkreis geschlagen wird. Als Mittel zu akuten Krisenintervention spricht die Polizei seit neuestem einen so genannten „Platzverweis für Schläger“ aus. Diese rote Karte für Gewalttäter(überwiegend sind es Männer die Opfer sind Frauen, in 80 Prozent der Fälle auch Kinder) verbietet den Schlägern, die Wohnung und das Umfeld für einige Wochen zu betreten.

Diese Beispiele zeigen deutlich, wie sehr bei uns und überall ein Streit noch immer mit körperlicher Gewalt verknüpft ist. Auch in einem heftigen destruktiven Streit halten wir uns, mit wenigen Ausnahmen, an Grenzen, die wir nur in äußerster Not überschreiten. Eine davon ist die Schamgrenze, besonders gegenüber nahe stehenden Personen.